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Aktuelles aus dem Schulalltag

Chancengleichheit für alle

Vor allem für uns, als Europaschule ist es wichtig, sich über Themen zu informieren und auszutauschen, die von Europa und der Welt handeln. Deswegen waren am Freitag, den 11. Juni anlässlich des EU-Projekttages, der Europaparlamentsabgeordnete Dr. Dietmar Köster (SPD), die Landtagsabgeordnete Verena Schäffer (Grüne) und die erste Vorsitzende des Help Kiosks in Witten, Lilo Dannert (Grüne) zu Besuch in der Aula.

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Das Thema des diesjährigen Projekttages, der von Frau Hestermann, Herrn Wantula und Frau Koltermann organisiert wurde, war die Migrations- und Flüchtlingspolitik in NRW, Europa und Witten. Unsere Gäste und SchülerInnen verschiedener Altersklassen haben sich über diese Thematik unterhalten und Forderungen und Gedanken aufgestellt, wie die Zukunft aussehen sollte.

Zu Beginn stellten sich die drei Gäste vor und klärten über ihre Sichtweise auf dieses Thema auf. Dabei haben sie alle etwas gemeinsam. Jeder von ihnen verlangt, dass sich in der Flüchtlingspolitik mehr tut, damit mehr Menschen aufgenommen werden und dann anschließend besser behandelt werden können.

Im Mittelmeer sind letztes Jahr 20 000 Menschen gestorben und weltweit gibt es 80 Millionen Flüchtlinge, davon sind 40% Kinder und Jugendliche. Deutschland hat von den 80 Millionen um die 1,7 Millionen Menschen aufgenommen. „Die Kapazitäten unseres Landes sind aber eigentlich viel höher, sogar in Witten kann man durchaus mehr Flüchtlinge aufnehmen und auch die Solidarität der Menschen ist hoch“, so Dannert. Jedoch würden diese Vorgänge des Helfens meistens vom Bundesinnenministerium blockiert. Dr. Köster würde sogar „den Einfluss des Europaparlaments ausweiten“. Weiterhin sagte der SPD-Politiker, dass der Grenzschutz in den Flüchtlingslagern höher sei als der Menschenschutz.

Frau Schäffer, die Partnerin unseres ProgrammsSchule ohne Rassismus ist, merkte an, dass die Zahl der Flüchtlinge in NRW abgenommen habe. Außerdem sei kein ausreichender Schutz vorhanden und geflüchtete Menschen müssen lange und auf beengtem Raum in Landesaufnahmeeinrichtungen bleiben - ohne Bildung und geregelten Tagesablauf.
Durch die Corona-Pandemie hat sich diese Lage nochmal verschärft. “Es geht um den Schutz von Flüchtlingen”, verdeutlichte sie dies noch einmal.
Zudem meinte Frau Dannert, dass es keine Probleme unter den verschiedenen Kulturen und Ländern gebe, wenn sie in Programmen zusammenkämen und Leute, die 2015 nach Witten gekommen sind, sind vollständig im gesellschaftlichen Leben eingegliedert. Sie findet es außerdem bemerkenswert von unserer Schule, dass einige Leute Fahrräder reparieren, um diese dann anschließend an denHelp Kiosk weiterzugeben.

Im Anschluss fand eine Diskussion zwischen den SchülerInnen verschiedener Jahrgangsstufen und den drei Gästen statt. Dabei waren auch einige SchülerInnen per Videokonferenz zugeschaltet. Die Themen dabei waren vielfältig. Es ging um die Behandlung der Jugendlichen, Bildung, Probleme der Flüchtlingspolitik, den Schutz von allen Flüchtlingen und auch darum, diesen Menschen eine Chance zu geben, sich in die Gesellschaft einzugliedern. Dr. Köster fordert sogar eine sofortige und unbegrenzte Aufnahme. Auch das sogenannte EU-Türkei-Abkommen spiele dabei eine wichtige Rolle.
Zudem wurde noch darüber debattiert, was Menschen eigentlich tun können, um die Flüchtlings- und Migrationspolitik weiter vorantreiben zu können. Zum einen sollte man Rechtsextremismus und Diskriminierung standhalten und widersprechen. Allerdings sind auch Gespräche sowie Offenheit gegenüber anderer Kulturen und Länder sehr wichtig, um Vorurteile abzubauen. Weiterhin spielen Projekte zur Aufklärung, Hineinversetzungsvermögen und gegenseitige Unterstützung eine große Rolle.

Am Ende der Veranstaltung hatten die drei Gäste dann noch die Möglichkeit Fragen an die SchülerInnen zu stellen. Hierbei teilten die Lernenden ihre Erfahrungen zum Thema Rassismus und ihre Meinungen zum Thema Flüchtlingspolitik mit. 

“Ich finde es einfach wichtig, die Ideen von jungen Menschen aufzunehmen”, sagt Lilo Dannert abschließend und ergänzt, dass die SchülerInnen bei diesem Projekttag einen sehr interessierten und engagierten Eindruck hinterlassen haben und sprach auch ein Lob an die Beteiligung der LehrerInnen aus.

Autorin: Felina Böhle (10c)


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